Unsterbliche Jazz-Gitarristen

Gitarren bildeten in den Anfangsjahren der Jazzmusik mit dem Schlagzeug und dem Kontrabass in der Regel die Rhythmussektion. In vielen kleineren Ensembles kam erst gar keine Gitarre zum Einsatz. So dauerte es eine ganze Weile, bis sich die Gitarre als eigenständige Instrumentenstimme in der Jazzmusik durchsetzen konnte. Das dies auch geschah lag vor allem an ein paar außergewöhnlichen Gitarristen, die sich mit ihrem Stil unsterblich gemacht haben. Ein paar der einflussreichten wollen wir Ihnen hier vorstellen.

Wes Montgomery

8773154f4f824e1e7420ed3f212eaDer in Indianapolis geborene Wes Montgomery zählt aufgrund seines Stils zu den einflussreichsten Jazzgitarristen aller Zeiten. Wes kaufte sich seine erste Gitarre mit 19 Jahren. Da er nie Unterricht nahm entwickelte er seinen eigenen Stil indem er Platten anhörte und begann die Solis zu kopieren. Hierbei schlug er die Saiten für die Läufe und Oktavketten fast ausschließlich mit dem Daumen an, ein Stil, der von vielen kopiert, jedoch in seiner Qualität selten erreicht wurde. Wes Montgomery starb schon mit 45 Jahren an den Folgen eines Herzanfalls.

Django Reinhardt

Django Reinhardt gilt bei den meisten Fachleuten als der Begründer des Europäischen Jazz. Reinhardt wuchs außerhalb von Paris in einer Zigeunersiedlung auf. Er spielte Violine und Banjo bevor er zur Gitarre kam. Schon als 12-jähriger verdiente Reinhardt mit Musik seinen Lebensunterhalt. Nach schweren Verletzungen am ganzen Körper in Folge eines Wohnwagenbrandes konnte er seinen Ringfinger und kleinen Finger nur noch sehr eingeschränkt einsetzen und entwickelte während der Rehabilitation seinen einzigartigen virtuosen Stil der ihn in der ganzen Welt berühmt machte.

John McLaughlin

Der Engländer John McLaughlin stammt eigentlich aus dem Bluesrock. An der Gitarre war er in den 1960er Jahren mit Ginger Baker, Wilson Pickett und den Four Tops auf Tour. Einer Einladung von Miles Davis folgend zog McLaughlin in die USA und ist unter anderem auf Davis´ “Bitches Brew“ zu hören. Er gilt als einer der Begründer des Fusion Jazz und wurde von Down Beat, dem größten Jazzmagazin der Welt, siebenmal zum besten Jazzgitarristen gewählt.